Die Post finanziert die Grundversorgung aus eigenen Mitteln
Die Post sichert die Grundversorgung ohne staatliche Hilfe. Erfahren Sie, wie sie Eigenfinanzierung und Service Public nachhaltig gewährleistet.
- Die Schweizerische PostLesezeit 2 Minuten

Im gesetzlichen Grundversorgungsauftrag ist klar definiert, welche Briefe und Pakete die Post wie schnell in welcher Zuverlässigkeit wohin liefern muss. Auch für den Zahlungsverkehr und das Filialnetz gibt es detaillierte Vorgaben dafür, was wo in welcher Form angeboten werden muss. Gemäss der Annahme der PostCom liegen die Kosten für die Erbringung der Grundversorgung bei jährlich 363 Millionen Franken. Die Post muss diese Kosten selbst tragen.
Stellen wir uns vor, die Schweizerische Post hätte keinen Grundversorgungsauftrag. Sie wäre ein Unternehmen, das nur jene Dienstleistungen anbietet, die einen attraktiven Gewinn abwerfen. In einem solchen Szenario müsste die Post beispielsweise keine eigenen Filialen betreiben. Sie wäre nicht verpflichtet, A- und B-Post-Briefe innerhalb einer bestimmten Frist zuzustellen, Zeitungen pünktlich zu liefern oder Bargelddienstleistungen für Dritte anzubieten.
Ein Szenario, das keineswegs der Strategie der Post entspricht.
Aber eines, mit dem sich zuverlässig berechnen lässt, wie viel Geld die Post die Grundversorgung im Vergleich zu einer rein betriebswirtschaftlich orientierten Ausrichtung des Unternehmens kostet. Oder anders ausgedrückt: Wie stark die Verpflichtung zur Grundversorgung das Ergebnis der Post senkt.
Post setzt sich für moderne Grundversorgung ein
Die Grundversorgung ist seit 1848 der Kern der Post als Unternehmen. Wir sind stolz darauf, dass wir die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben erfüllen, ja sogar übertreffen.
Und nicht nur das:
- Wir erbringen diese Leistungen eigenwirtschaftlich, ohne Steuergelder. Die Verpflichtung zur Grundversorgung verursacht Mehrkosten für die Post.
- Diese sogenannten Nettokosten lagen 2024 auf demselben Niveau wie 2014 (rund 370 Millionen Franken). Diese Zahl ist etwa so hoch wie der EBIT der Post 2024 (2014 war der EBIT hingegen noch deutlich höher).
- Dies zeigt, dass die zahlreichen Effizienzmassnahmen der Post – die Weiterentwicklung des Filialnetzes oder die Zusammenlegung der Brief- und Paketzustellung – nötig waren.
Sie genügten jedoch nicht, um die Nettokosten zu senken. Dies zeigt: Eine Revision der Postgesetzgebung ist nötig. Weil immer weniger Briefe verschickt und weniger Bareinzahlungen gemacht werden, steigen die Nettokosten jährlich um etwa 20 Millionen Franken, wenn die Post untätig bleibt.
Hier geht es zum Jahresbericht der PostCom: