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Die Post passt die Leerungszeiten von rund 700 Briefkästen an

Die Post optimiert die Leerungszeiten von 700 Briefkästen, um Effizienz und Kundenservice zu verbessern. Erfahren Sie, was sich ändert.

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Zum Teil sind es nur noch ein paar einzelne Briefe, die Pöstlerinnen und Pöstler auf ihrer Tour aus den gelben Briefkästen entnehmen. Messungen zeigen, dass in knapp einem Drittel der gelben Briefkästen weniger als 10 Briefe pro Tag landen. Die Digitalisierung und das entsprechend veränderte Nutzungsverhalten hat auch vor den über 14’000 Briefeinwürfen nicht Halt gemacht. Doch die Post wäre nicht die Post, wenn sie sich nicht an die Entwicklungen anpassen würde. Diese Anpassungsfähigkeit ist Bestandteil der DNA der Post. Gleichzeitig ist die Post für die Grundversorgung im Land verantwortlich. Deren Nettokosten belaufen sich auf CHF 363 Mio., wie der Jahresbericht der PostCom festhält. Die Post deckt diese Kosten eigenwirtschaftlich, also ohne Steuergelder. Nun passt die Post die Leerungszeiten bei 700 Briefeinwürfen in der Schweiz per 11. August 2025 an. Diese Anpassung leistet einen Beitrag, damit der Service public finanziell tragfähig bleibt.

1. Was bedeutet die Anpassung der Leerzeiten für die eingeworfenen Briefe der Kundinnen und Kunden?

Mit der Anpassung macht die Post den Spagat zwischen Eigenwirtschaftlichkeit und dem Fokus auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden. Durch die Anpassung der Leerungszeiten können die Pöstlerinnen und Pöstler einerseits effizienter arbeiten, andererseits ändert sich an der Pünktlichkeit der Zustellung nichts. Die Briefe werden weiterhin zuverlässig gemäss Vorgaben (A-Post am nächsten Werktag; B-Post max. 3 Werktage) zugestellt – vorausgesetzt, sie werden vor der angegebenen Leerungszeit eingeworfen. Die Anpassung betrifft nur den Zeitpunkt der Leerung, nicht den Zustellzeitpunkt und die Zustellqualität.

2. Wie kann die Post garantieren, dass die A-Post rechtzeitig ankommt?

Sofern der A-Post-Brief vor der Leerungszeit eingeworfen wird, kommt er weiterhin am nächsten Werktag an. Sollte es nicht rechtzeitig für die Leerungszeit des gelben Briefkastens reichen, gibt es weiterhin eine Abendleerung bei den Postfilialen und Filialen mit Partner. Auf der Website der Post lässt sich nach Briefeinwürfen mit späteren Leerungszeiten filtern. In der Post App findet man zudem sämtliche Kontaktpunkte der Post, also auch Filialen und Briefeinwürfe.

Grundsätzlich erhalten Kundinnen und Kunden heute wichtige Informationen immer häufiger digital. Die Post unterstützt dies aktiv – etwa mit dem hybriden Brief, einer sicheren und zeitgemässen Zustellform, die nun auch in die Grundversorgung aufgenommen werden soll. Mit all diesen Massnahmen bleiben wir am Puls der Bedürfnisse – analog wie digital.

3. Die Post erhöht in gewissen Bereichen wieder die Preise. Gleichzeitig passt sie Leerungszeiten an. Ist dies ein Abbau des Service public?

Die Aufgabe der Post ist es, den Service public wirtschaftlich trag- und zukunftsfähig zu gestalten. Dazu gehören auch Anpassungen und die Orientierung an der tatsächlichen Nachfrage. Sei es in der Preisgestaltung von Produkten und Dienstleistungen oder auch bei den eigenen Arbeitsprozessen, um die Effizienz zu erhöhen. Die Post hat dabei immer das Ziel vor Augen, verlässliche, moderne und relevante Leistungen für ihre Kundinnen und Kunden zu bieten.

Die Post transformiert sich entlang der gegebenen Entwicklungen und bleibt mit ihren Angeboten flächendeckend präsent – mit 2000 bedienten Standorten, Briefeinwürfen, dem Hausservice und natürlich auch digitalen Lösungen.

4. Wie genau soll die Post mit der Anpassung der Leerzeiten Geld sparen können?

Weil die Zustellerinnen und Zusteller vor allem vormittags unterwegs sind, können sie die Leerungen der Briefeinwürfe direkt mit ihrer Zustelltour verbinden. Durch diese Synergie kann die Post die Kosten von Sonderleerungen und -transporten merklich verringern und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Anpassungen wie diese sind nötig, um die finanzielle Tragfähigkeit, auch bei stetig sinkenden Briefmengen, sicherzustellen. Personal wird durch diese Anpassung nicht abgebaut.

5. Wenn die Menge an Briefen in den gelben Briefkästen kontinuierlich abnimmt, kommt als nächster Schritt gar ein Abbau in Frage?

Die Post richtet ihre Leistungen konsequent an den realen Bedürfnissen der Bevölkerung aus. Daher prüft sie auch weitere Massnahmen.