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Für mehr Sicherheit: Ethische Hacker greifen das E-Voting-System der Post gezielt an

Für die Post hat die Sicherheit beim E-Voting oberste Priorität. Deshalb lässt sie ihr System seit Jahren von ethischen Hackerinnen und Hackern aus aller Welt prüfen – unter realen Bedingungen. Auch der öffentliche Intrusionstest im Sommer 2026 ist ein wichtiger Baustein, um allfällige Schwachstellen früh zu erkennen und das System laufend zu stärken.

Lesezeit 4 Minuten
  • Stefan Dauner|Mediensprecher|06.07.2026Lesezeit 4 Minuten
© Die Schweizerische Post

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Angriffe im Dienst der Sicherheit

Ethische Hackerinnen und Hacker haben im Rahmen des sogenannten Public Intrusion Test (PIT), zwischen dem 6. und 24. Juli 2026 wieder die Möglichkeit, das Abstimmungssystem gezielt anzugreifen und nach Schwachstellen zu suchen. Diese Transparenz ist bewusst gewählt und eine rechtliche Vorgabe: Wenn unabhängige Expertinnen und Experten das System prüfen, lassen sich mögliche Schwachstellen finden und beheben. So wird E-Voting in der Schweiz kontinuierlich sicherer.

Neu in diesem Jahr: erweiterte Testmöglichkeit

2026 stellt die Post die Umgebung zusätzlich erstmals so bereit, dass gewisse Schutzmassnahmen (Massnahmen der Netzwerksicherheit) deaktiviert sind. Die äusserste Schutzwand wird für diese Angriffsmöglichkeit quasi aufgehoben. Diese neuen Testbedingungen unterscheiden sich von der realen E-Voting-Umgebung, die an Urnengängen zum Einsatz kommt, ermöglicht aber vertiefte Tests. Für diese erweiterten Testbedingungen haben sich interessierte IT-Spezialistinnen und –Spezialisten bereits im Vorfeld bei der Post angemeldet. Die restlichen Tests sind ohne Registration möglich.

Die Post zahlt Belohnungen von bis zu 230'000 Euro

Die Post stellt bereits seit 2021 die sicherheitsrelevanten Komponenten und Unterlagen ihres E-Voting-Systems öffentlich zur Verfügung. Für bestätigte Schwachstellen (“Bugs”) zahlt sie Belohnungen von bis zu 230'000 Euro (sogenannte «Bounties»). Für die drei ersten bestätigten Befunde im Rahmen des Intrusionstests zahlt die Post eine zusätzliche Prämie von 3'000 Euro. Seit dem Start des sogenannten Bug-Bounty-Programms für E-Voting hat die Post insgesamt rund 246’000 Euro für bestätigte Befunde an ethische Hackerinnen und Hacker ausbezahlt. Bislang hat niemand eine kritische Sicherheitslücke im E-Voting-System der Post gefunden.

Drei Jahre erfolgreicher Testbetrieb und Ausdehnung auf weitere Kantone und Gemeinden

Seit 2023 ist das E-Voting-System der Post in mehreren Kantonen und einer wachsenden Zahl an Gemeinden erfolgreich im Einsatz. Auch die Kantone Luzern und Neuenburg haben kommuniziert, die Versuche mit E-Voting mit dem System der Post 2026 wieder aufnehmen zu wollen. Luzern hat erst vor wenigen Tagen die entsprechende Grundbewilligung vom Bundesrat erhalten. Die Post hat ihr System zudem laufend mit Blick auf die Sicherheit, Stabilität des Betriebs oder Nutzerführung weiterentwickelt. Sie hat das E-Voting-Portal beispielsweise so verbessert, dass die Stimmberechtigten noch intuitiver durch den Abstimmungsprozess finden und dabei gleichzeitig die höchsten Sicherheitsstandards angewandt werden. E-Voting ist zudem auf Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgelegt. Alle Interessierten können E-Voting auf der Testplattform unter demo.evoting.ch ausprobieren.

Weitere Informationen zum Thema E-Voting und in welchen Kantonen das System zum Einsatz kommt, gibt es unter: www.bk.admin.ch/bk/de/home/politische-rechte/e-voting.html oder www.evoting-info.ch

Die Post auf dem Smartphone

Nicht nur mir E-Voting – auch weitere Dienstleistungen der Post ermöglichen den Kundinnen und Kunden im Alltag diverse Angelegenheiten digital zu erledigen. Seit dem 1. April gehört ergänzend zur physischen Post auch der Digitale Brief zur postalischen Grundversorgung. Mit dem Digitalen Brief, hat die Kundschaft der Post die Wahl, ob sie ihre Briefe physisch oder digital versenden oder erhalten möchte – je nach Bedürfnis. Und auch dank der neuen Post-App können Kundinnen und Kunden zahlreiche Postgeschäfte digital erledigen. Sie können Sendungen in Echtzeit verfolgen, deren Ankunft flexibel steuern oder Briefe und Pakete direkt per Smartphone frankieren. Pakete lassen sich so zudem von der Pöstlerin oder dem Pöstler zu Hause oder an einer beliebigen Adresse abholen. Zudem bietet die Post-App einfachen Zugang zu My Post 24-Automaten, die an vielen Orten in der Schweiz stehen und rund um die Uhr verfügbar sind.