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«Für uns ist wichtig, dass die Postdienstleistungen weiterhin vor Ort erhältlich bleiben»

Positionsbeitrag/Interview zum Sicherstellen von Post‑Services vor Ort.

Lesezeit 5 Minuten

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Die Post reagiert auf die sich verändernden Bedürfnisse der Bevölkerung: Seit 2010 sind schweizweit zwei Drittel der Einzahlungen am Postschalter (-68 Prozent) und die Hälfte des klassischen Schaltergeschäfts (-49 Prozent) weggebrochen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren ungebremst fortsetzen. Stillstand ist für die Post aber keine Option. Damit sie den Grundversorgungsauftrag weiterhin eigenfinanziert erbringen kann, muss sie sich stetig weiterentwickeln. Darum passt die Post ihr Filialnetz an und hält zugleich an 2000 bedienten Zugangspunkten fest. Nebst den eigenbetriebenen Filialen setzt die Post auf Filialen mit Partner. Diese sind bewährt und beliebt, wie regelmässige Kundenzufriedenheitsumfragen zeigen. Heute existieren bereits über 1200 Postfilialen in Lebensmittelläden, Drogerien oder auch Tourismusbüros. Und es werden immer mehr. Dort, wo Filialen mit Partner bereits bestehen, erfahren sie eine breite Akzeptanz. Einerseits von Einwohnerinnen und Einwohnern, andererseits von den Filialbetreibenden selber, sowie von Politikerinnen und Politikern.

Ein Augenschein anhand von drei Beispielen:

Postdienstleistung in einer Apotheke: Eine Person steht am gelben Postschalter und gibt ein Paket ab. Im Hintergrund Regale mit Medikamenten, Flaschen und Gesundheitsprodukten.

1. Bäretswil, ZH

Für die Postfiliale in Bäretswil suchte die Post eine Alternative und wurde nach den Gesprächen mit den Gemeindebehörden fündig: Seit dem 20. Januar 2025 arbeitet sie mit der APODRO Drogerie zusammen. Somit können die Kundinnen und Kunden ihre Postgeschäfte weiterhin direkt im Dorfzentrum erledigen und dies während attraktiven Öffnungszeiten. Dementsprechend zufrieden mit dieser Lösung zeigte sich auch der Gemeindepräsident, Teodoro Megliola: «Für uns ist wichtig, dass Postdienstleistungen weiterhin vor Ort erhältlich bleiben. Zudem sehen wir bei der neuen Lösung auch Vorteile, zum Beispiel die attraktiven Öffnungszeiten.» Kundinnen und Kunden können ihre Postgeschäfte in Bäretswil von Montag bis Freitag bis um 18:30 Uhr und samstags bis 15:00 Uhr erledigen.

Eingang einer Poststelle in einem gelben Gebäude mit grauen Fensterläden. Links eine Reihe von Postfächern, rechts eine Glastür mit Post-Logo und der URL ‚mypostservice.ch‘. Über der Tür ein dekorativer weisser Bogen.

2. Le Pont, VD

In der nördlichen Waadt wurde im Herbst 2024 die Filiale von Le Pont, im Vallée de Joux, in eine Filiale mit Partner umgewandelt. Das Vallée de Joux ist ein beliebter Ort für Tagesausflügler und Touristen. So wurde das Postgeschäft auf Initiative des Tourismusbüros in das Tourismusbüro integriert. Christophe Bifrare, Gemeindepräsident von L’Abbaye, zu dessen Gemeinde Le Pont gehört, erklärt: «Die Integration des Postschalters in das Tourismusbüro ermöglicht es, die wichtigen Dienstleistungen im Dorf zu konzentrieren. Nebst den täglichen Geschäften leistet das Tourismusbüro mit der integrierten Post einen wertvollen Beitrag als Treffpunkt für die Bevölkerung und die Besucher.» Auch im Vallée de Joux können so weiterhin über 90% der Postgeschäfte erledigt werden, wie dies bei allen Filialen mit Partner der Fall ist.

Cédric Paillard, Direktor von «Vallée de Joux Tourisme», freut sich über die sehr hohe Kundenfrequenz in der Filiale, die seine Erwartungen seit der Integration im November 2024 übertrifft: «Monatlich profitieren über 300 Kundinnen und Kunden von den Dienstleistungen der Post. Sie sind sehr zufrieden, einerseits ob der Leistungen und andererseits ob den attraktiveren Öffnungszeiten.»

Eine Person steht an einem Empfangsschalter in einem modernen Bürogebäude. Vor der Person befindet sich ein orangefarbener Rollator. Hinter dem Schalter sitzt eine andere Person und arbeitet am Computer. Auf dem Schalter ist ein grosses gelbes Behältnis zu sehen. An der Front des Schalters steht das Wort ‚Benvenuti‘.

3. Morbio Inferiore, TI

Seit Juni 2017 ist die Post im Alters- und Pflegezentrum Parco San Rocco im Zentrum von Morbio Inferiore mit einer Filiale mit Partner vertreten. Der Zentrumsleiter, John Gaffuri, blickt sehr zufrieden auf die vergangenen knapp acht Jahre zurück: «Durch diese Kooperation können die Bedürfnisse der Dorfbewohner sehr gut aufgenommen und eine breite Dienstleistungspalette sichergestellt werden.» Über die Jahre konnten wir «die Servicequalität für die Kundinnen und Kunden kontinuierlich verbessern», so Gaffuri weiter. Zu den wichtigsten Vorteilen gehört laut Gaffuri, dass es für die Kundinnen und Kunden enorm bequem ist, wenn sie die Postdienstleistungen an einem zentralen, familiären Ort nutzen können. Zudem trage die Präsenz einer Filiale mit Partner zur stärkeren Verbundenheit mit der örtlichen Gemeinschaft bei und biete eine sehr wichtige Nahversorgung. «Flexible Öffnungszeiten und die Möglichkeit, verschiedene Bedürfnisse an einem einzigen Kontaktpunkt zu verbinden, sind weitere Vorteile für unsere Anwohner», resümiert Zentrumsleiter John Garuffi.

Mit Dialog und Investitionen in die Zukunft

Die Post strebt in der laufenden Strategieperiode die bestmöglichen Lösungen für die Bevölkerung in der Schweiz an. Daher ist ihr der Dialog mit den Gemeinden und Kantonen wichtig. Diese Beispiele zeigen, wie das Filialnetz der Zukunft bereits heute funktioniert: Mit über 2000 bedienten Zugangspunkten soll das Postfilialnetz das Dichteste in Europa bleiben. Dabei gibt es nebst den Filialen mit Partnern weitere Lösungen wie den Hausservice oder die My Post 24-Automaten. Die Post investiert dazu in den nächsten Jahren über 100 Mio. Schweizer Franken in vielfältige Zugangspunkte, moderne Filialen und ihre Mitarbeitenden. Mit diesem Dienstleistungs-Mix kann die Post die unterschiedlichsten Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden abholen und die gewohnte Nähe und Service-Qualität bieten. So wie in Bäretswil, Le Pont oder Morbio Inferiore.

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