Umfrage zeigt: Deutliche Mehrheit befürwortet E-Voting
Klare Mehrheit unterstützt E-Voting laut aktueller Umfrage.
Silvana GrellmannMediensprecherinLesezeit 5 Minuten

In Kürze:
- Eine repräsentative Umfrage zeigt: 78 Prozent der Befragten wünschen sich E-Voting in der Schweiz – als Ergänzung zum Abstimmen an der Urne oder per Briefpost.
- Die wichtigsten Vorteile von E-Voting aus Sicht der Befragten: besserer Zugang für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer (77 %), einfachere Abstimmung (73 %) und eine höhere Stimmbeteiligung (72 %).
- Fast zwei Drittel (64 %) sind der Meinung, dass die Post eine sichere E-Voting-Lösung anbieten kann.
- Die Post will das Vertrauen weiter stärken. Deshalb lässt sie ihr System seit 2021 laufend prüfen.
- Heute beginnt ein neuer Sicherheitstest: Fachleute greifen das E-Voting-System an und versuchen, es zu knacken, um Schwachstellen zu finden. Der Test läuft bis zum 24. August.
Die Post sorgt nicht nur für den physischen, sondern auch für den sicheren digitalen Informationsaustausch – etwa mit dem elektronischen Patientendossier oder E-Voting. Um das Vertrauen der Bevölkerung in diese Angebote zu messen, hat die Post gemeinsam mit YouGov Schweiz erstmals eine Umfrage zum Thema E-Voting durchgeführt. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage: 78 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 74 aus allen Landesteilen sprechen sich für die Einführung von E-Voting in der Schweiz aus.
Sie sind überzeugt: Mit einem digitalen Service haben Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer besseren Zugang zu Wahlen. Sie sind auch der Meinung, dass E-Voting für alle zu Vereinfachungen führt und die Stimmbeteiligung dadurch höher wäre. Zwei Drittel der Befragten erkennen zudem Vorteile für sehbehinderte oder blinde Menschen. Gleichzeitig bestehen auch Bedenken: 43 Prozent befürchten, dass das Stimmgeheimnis gefährdet sein könnte, und es gibt Sorgen hinsichtlich möglicher Manipulationen. Die Umfrage mit rund 2’000 Teilnehmenden hat zudem ergeben, dass fast zwei Drittel der Post als technische Lösungsanbieterin vertrauen.

Post: Sicherheit hat oberste Priorität
Für die Post steht Sicherheit an erster Stelle. Sie hat ihr E-Voting-System gemäss den neuen rechtlichen Grundlagen entwickelt. Diese definieren hohe Anforderungen an die Sicherheit. Das System der Post verfügt über die vollständige Verifizierbarkeit. Das heisst, der gesamte elektronische Abstimmungsprozess kann überprüft werden: von der Einrichtung der elektronischen Urne über die Stimmabgabe bis zur Auszählung der Stimmen. Mit dem System der Post lassen sich mögliche Manipulationen nachweisen. Die Umfrage zeigt, wie wichtig es ist, weiterhin über das E-Voting-System und dessen Sicherheitsvorkehrungen zu informieren.
Die Post möchte auch in der digitalen Welt Vertrauen aufbauen – insbesondere bei neuen Dienstleistungen wie E-Voting. Dabei bleibt sie ihren traditionellen Aufgaben verpflichtet: Informationen zuverlässig und effizient zu transportieren und das Postgeheimnis zu wahren – auch im digitalen Raum. Neben der transparenten Kommunikation lässt die Post ihr E-Voting-System von Computerspezialisten aus der ganzen Welt auf die Probe stellen. Dies als Massnahme, um das Vertrauen zu erhöhen und das System kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.
E-Voting-Hackertest 2025
Seit Anfang 2021 lässt die Post ihr System weltweit und öffentlich prüfen. Ein zentraler Bestandteil dieser Überprüfung ist der regelmässige «Intrusionstest». Dabei versuchen ethische Hackerinnen und Hacker, gezielt in das E-Voting-System einzudringen, um mögliche Sicherheitslücken zu finden. Der aktuelle Test startet heute und läuft bis zum 24. August. Die Teilnehmenden können den gesamten Abstimmungsprozess simulieren und versuchen, in die elektronische Urne einzudringen. Für Hackerinnen und Hacker gibt es finanzielle Belohnungen von maximal 250’000 Franken. Die drei schnellsten erhalten je 3’000 Franken zusätzlich. Gut zu wissen: Seit dem Ersteinsatz des neuen E-Voting-Systems der Post im Juni 2023 gab es keine Vorfälle, welche die Sicherheit der elektronischen Urne beeinträchtigt haben. Die Stimmen in der elektronischen Urne waren bei allen Urnengängen und zu jeder Zeit sicher. Hier finden Sie weitere Informationen zum Hackertest.
Versuchsbetrieb mit E-Voting
Die Post führt regelmässig öffentliche Sicherheitstests durch. Das ist so auch gesetzlich vorgeschrieben und Teil des Versuchsbetriebs für E-Voting. Heute ist das E-Voting-System der Post in den Kantonen Basel-Stadt, Graubünden, St. Gallen und Thurgau im Einsatz. Die Kantone Genf und Luzern planen, den Versuchsbetrieb im kommenden Jahr zu starten. Weitere Informationen zum Thema E-Voting gibt es unter: www.bk.admin.ch/bk/de/home/politische-rechte/e-voting.html oder www.evoting-info.ch
Die Umfrage als PDF: YouGov-Bericht_Post E-Voting 2025 DE